Bierkultur braucht keine Angst vor Veränderung
Die Roland-Berger-Studie zur Zukunft des Alkohols ist ein Weckruf für Brauereien und Gastronomie. Aber sie ist kein Grund, traditionelle Bierkultur kleinzureden. Im Gegenteil: Gerade jetzt braucht es Sichtbarkeit, Kooperation, Innovation und regionale Stärke.
Worum geht es?
Die Roland-Berger-Studie beschreibt einen strukturellen Wandel im Alkoholmarkt. Der Beitrag zeigt, warum traditionelle Bierkultur dadurch nicht an Bedeutung verliert, sondern neue Sichtbarkeit, Kooperationen und praktische Innovation braucht. Creativity on Tap und Proof of Tap wollen Brauereien und Gastronomie dabei unterstützen, Wandel und Herkunft zusammenzudenken.
Die neue Roland-Berger-Studie zur Zukunft des Alkohols beschreibt einen tiefgreifenden Strukturwandel. Creativity on Tap sieht darin keine Absage an traditionelle Bierkultur, sondern eine Einladung, Brauereien, Gastronomie, Kreativwirtschaft und Innovation stärker zusammenzubringen.
Die neue Roland-Berger-Studie zur Zukunft des Alkohols ist kein bequemer Lesestoff für die Branche.
Sie beschreibt einen strukturellen Wandel: Der Alkoholkonsum sinkt, besonders bei jüngeren Altersgruppen. Alkoholfreie und alkoholarme Getränke gewinnen an Bedeutung. Gesundheitsbewusstsein, veränderte Konsumgewohnheiten und gesellschaftliche Debatten über Alkohol prägen das Bild.
Für Brauereien und Gastronomiebetriebe, die seit Generationen von der Bierkultur leben, klingt das zunächst wie eine schlechte Nachricht. Aber ist sie das wirklich?
Wir meinen: Nein.
Alkoholfreies Bier ist nicht der Gegner des klassischen Bieres.
Alkoholfreies Bier hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Was früher als Notlösung für Autofahrer und Schwangere galt, ist heute ein eigenes Qualitätssegment. Die Brautechnologie hat sich verbessert, die Geschäcksprofile sind komplexer geworden, und viele Menschen greifen bewusst zu alkoholfreien Optionen — nicht weil sie Bier ablehnen, sondern weil sie Bierkultur in verschiedenen Lebenssituationen genießen möchten.
Das ist kein Angriff auf die Braukunst. Es ist eine Erweiterung.
„Alkoholfreies Bier ist nicht der Gegner des klassischen Bieres."
Traditionelles Bier hat Zukunft. Alkoholfreie und alkoholarme Angebote haben Zukunft.
Der Fehler wäre, beide gegeneinander auszuspielen. Wer sagt, alkoholfreies Bier mache traditionelles Bier obsolet, liegt falsch. Und wer sagt, alkoholfreies Bier sei keine echte Bierkultur, liegt ebenfalls falsch.
Die Studie von Roland Berger sollte nicht als Bedrohung gelesen werden, sondern als Orientierungshilfe. Sie zeigt, wohin sich Märkte bewegen — und welche Betriebe sich frühzeitig positionieren müssen.
Bier ist in Franken und Bayern nicht irgendein Konsumprodukt.
Es ist Kulturgut, regionale Identität, wirtschaftlicher Anker für Gastwirtschaft, Handwerk, Tourismus und Veranstaltungswirtschaft. Das ändert kein Studienbericht. Das ändert keine Marktentwicklung.
Aber es bedeutet, dass wir als Netzwerk — als Creativity on Tap — jetzt noch klarer zeigen müssen:
Wie können Brauereien, Gastronomie und Kreativwirtschaft gemeinsam auf diese Veränderungen reagieren?
„Traditionelles Bier hat Zukunft. Alkoholfreie und alkoholarme Angebote haben Zukunft."
Wie schaffen wir Sichtbarkeit für regionale Bierkultur, für handwerkliche Qualität, für das Gastlichkeitserlebnis, das kein Online-Versandhandel ersetzen kann?
Wie unterstützen wir Brauereien und Wirte dabei, alkoholfreie Angebote nicht als Fremdkörper, sondern als Teil ihrer eigenen Angebotsvielfalt zu entwickeln?
Genau dafür gibt es Proof of Tap.
Proof of Tap ist unser Ansatz, konkrete Innovationen in und für die Brauwirtschaft und Gastronomie sichtbar zu machen. Nicht als Trend-Showcase, sondern als praktische Unterstützung: Was funktioniert? Was kann skaliert werden? Wo gibt es echte Kooperationspotenziale zwischen Brauereien, Kreativdienstleistern, Technologieanbietern und regionalen Akteuren?
Die Antwort auf strukturellen Wandel ist nicht Defensive.
„Bier ist in Franken und Bayern nicht irgendein Konsumprodukt."
Sie ist Vernetzung, Qualität und Sichtbarkeit.
Wir laden Brauereien, Gastronomiebetriebe, Kreative und alle, die Bierkultur ernst nehmen, ein: Lasst uns gemeinsam herausfinden, wie wir diesen Wandel gestalten können. Nicht verwalten. Gestalten.
Bierkultur hat Zukunft. Wenn wir sie ernst nehmen. Und wenn wir den Mut haben, sie weiterzuentwickeln.
Proof of Tap: Ideen aus der Praxis testen
Mit Proof of Tap bringt Creativity on Tap innovative Lösungen, Startups, kreative Dienstleister und Praxisorte aus Gastronomie und Brauwirtschaft zusammen. Brauereien, Gastronomien und Zulieferer können hier neue Ideen sichtbar machen, testen und weiterentwickeln – von alkoholfreien und alkoholarmen Angeboten über digitale Gästebindung bis hin zu neuartiger Zapftechnik, Brauanlagentechnik, Softwarelösungen und Schanksystemen.
Proof of Tap kennenlernenZur Studie
Der Beitrag bezieht sich auf die Roland-Berger-Studie zur Zukunft des Alkohols.
Roland-Berger-Studie als PDF öffnenExterner Link. Die Studie wird von about-drinks.com als PDF bereitgestellt.
Selbst etwas entwickelt?
Viele Innovationen in Brauereien entstehen nicht im Labor, sondern im Betriebsalltag: weil ein Arbeitsschritt einfacher, ein Verfahren sparsamer oder ein Getränk besser werden sollte. Solche Lösungen können beim Peter-Henlein-Preis eingereicht werden.
Kostenfreie Einreichung bis 2. Oktober 2026.
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