Peter-Henlein-Preis 2026 · Biermetropole Bamberg

Was wird in Bambergs Brauwirtschaft eigentlich alles entwickelt?

Eine neue Rezeptur im Sudhaus. Eine andere Art, Malz einzusetzen. Eine selbst gebaute Vorrichtung. Eine Maschine, die weniger Energie braucht. Eine bessere Lösung für Reinigung, Kühlung oder Fassbier. Software, die einen Arbeitsablauf vereinfacht.

In Bamberg und im Bamberger Land arbeiten Brauereien, Mälzereien, Brauereitechnik, Handwerk und Gastronomie ungewöhnlich dicht nebeneinander. Wir möchten wissen, welche Ideen dort entstehen.

Der Peter-Henlein-Preis 2026 sucht frühe Entwicklungen aus Franken. Creativity on Tap ruft deshalb Brauereien und Unternehmen der Bamberger Brauwirtschaft gezielt dazu auf, einmal auf das zu schauen, was sie selbst entwickelt, verändert oder erprobt haben.

Direkt zum Peter-Henlein-Preis

Einreichungsschluss: 2. Oktober 2026

Skizze eines fiktiven Aromarückgewinnungs-Moduls aus dem Brauereiwesen

Skizze: fiktive technische Entwicklung aus dem Brauereiwesen – nicht aus einem Bamberger Betrieb

Peter-Henlein-Preis 2026

Für frühe Ideen und Entwicklungen aus Franken

  • • Einreichung bis 2. Oktober 2026
  • • Vertrauliche Behandlung der Einreichungen
  • • Für Einzelpersonen, Teams und Unternehmen entsprechend den offiziellen Teilnahmebedingungen
Direkt zur Bewerbung

Vom Malz bis zum Ausschank

In Bamberg beginnt Brauwirtschaft nicht erst im Sudhaus

Malz wird hergestellt und veredelt. Anlagen werden entwickelt und gebaut. Brauereien produzieren sehr unterschiedliche Biere. Gaststätten schenken sie aus. Technik muss reinigen, kühlen, messen, fördern, abfüllen und steuern.

An jedem dieser Punkte entstehen praktische Probleme. Und manchmal entsteht daraus eine eigene Lösung. Genau danach sucht diese Seite.

Vor Ort nebeneinander

Brauwirtschaft besteht hier aus mehr als Braustätten

Mit Weyermann Spezialmalze sitzt in Bamberg ein international tätiger Spezialmalzhersteller. Das Unternehmen verbindet historische Produktionsgebäude mit moderner Mälzereitechnik.

Mit Kaspar Schulz ist in Bamberg ein traditionsreicher Hersteller von Brau- und Mälzereianlagen ansässig, der heute unter anderem Sudhäuser, Gär- und Lagertanks, Hopfendosage, Filtration, CIP-Technik, Entalkoholisierung und Automatisierung anbietet.

Daneben stehen Bamberger Brauereien, Gastronomie, weitere Zulieferer und die vielen Brauereien des Umlands.

Die Nennung von Unternehmen dient ausschließlich als Hinweis auf die vorhandene Branchenstruktur in Bamberg. Sie ist keine Aussage über eine Beteiligung am Peter-Henlein-Preis.

Zwei Einstiege

Weg 1

Für Brauereien

Vielleicht steckt die Entwicklung direkt im Produkt. Vielleicht aber auch in Produktion, Reinigung, Energie, Wasser, Abfüllung, Lager, Fassbier, Ausschank oder Gastronomie.

Weg 2

Für Mälzereien, Technik, Handwerk und Zulieferer

Vielleicht entstand eine neue Lösung, weil ein Kunde mit einer konkreten Aufgabe kam. Vielleicht wurde dafür eine Maschine verändert, ein Bauteil entwickelt, Software programmiert oder ein Verfahren angepasst.

Bereich Brauereien

Was haben Sie in Ihrer Brauerei entwickelt?

Zunächst an Getränke und Rezepturen denken. Eine Entwicklung kann aber auch in Produktion, Reinigung, Energie, Wasser, Abfüllung, Lager, Fassbier, Ausschank oder Gastronomie liegen.

Eine neue Biersorte allein ist nicht automatisch eine Innovation. Interessant wird eine Einreichung dort, wo eine nachvollziehbare eigene Entwicklung dahintersteht.

Rezepturen & Getränke

neue Biereneue RezepturenRauchbier-Weiterentwicklungenalkoholfreie oder alkoholreduzierte Biereandere Getränkeneue Fermentationsansätzebesondere Rohstoffkombinationenneue Nutzung regionaler Rohstoffeveränderte Herstellungsverfahren

Brauprozess

MaischenLäuternKochenWhirlpoolGärungReifungFiltrationDosierungMessungQualitätskontrolleAutomatisierung

Wasser & Reinigung

WasserverbrauchCIP-ProzesseReinigungszeitDosierungKreisläufeWiederverwendungArbeitsabläufe

Energie, Wärme & Kühlung

AbwärmeWärmerückgewinnungKälteSteuerungSpeicherungVerbrauchsoptimierung

Fassbier & Ausschank

Besonders im Blick
FasshandlingZapftechnikKühlungLeitungsreinigungQualitätssicherungkleine Ausschankmengenmobile AusschankorteLogistikdigitale Überwachungneue Ausschankmodelle

Abfüllung, Mehrweg & Logistik

FlaschenFässerKistenLeergutSortierungTransportLagerkleine ChargenVerpackung

Digitalisierung

eigene SoftwareSensorikSchnittstellenAutomatisierungenKI-AnwendungenDatenerfassungProduktionsplanung

Bereich Mälzereien, Technik und Zulieferer

Vielleicht wurde die Lösung gar nicht in der Brauerei entwickelt

Eine Brauerei hat ein Problem. Ein Anlagenbauer verändert daraufhin eine Konstruktion. Eine Mälzerei entwickelt einen anderen Prozess. Ein Handwerksbetrieb baut eine Vorrichtung. Ein Softwareunternehmen verbindet Daten, die bislang getrennt verarbeitet wurden. Ein Kälte- oder Energieunternehmen passt seine Technik an die besonderen Abläufe einer Brauerei an.

Auch dort entsteht Erfindergeist.

Mälzereien

RohstoffveredelungTrocknungRöstenEnergieQualitätssicherungProzesssteuerungneue Malzprodukte oder Verfahren

Maschinen- und Anlagenbau

SudhausTanksReinigungPumpenVentileMessungAutomatisierungEntalkoholisierungAnlagenkomponenten

Kälte, Energie und Gebäudetechnik

KühlungWärmenutzungEnergieversorgungSpeicherSteuerungLastmanagement

Handwerk

EigenentwicklungenSonderkonstruktionenVorrichtungen aus einem konkreten Auftrag

Digitalisierung und Sensorik

SoftwareDatenSteuerungenWartungQualitätssicherungPlanung

Verpackung und Logistik

FässerFlaschenMehrwegTransportLagerHandling

Diese Beispiele sind Orientierung, keine offiziellen Kategorien des Peter-Henlein-Preises. Maßgeblich sind allein die offiziellen Teilnahmebedingungen.

Wer hatte eigentlich die Idee?

Bei technischen Entwicklungen lässt sich diese Frage nicht immer mit einem Firmennamen beantworten. Eine Brauerei beschreibt ein Problem. Ein Mitarbeiter entwickelt einen ersten Ansatz. Der Anlagenbauer verändert die Konstruktion. Gemeinsam wird getestet und nachgebessert.

Solche Entwicklungen sollten nicht durchs Raster fallen, nur weil mehrere Menschen oder Unternehmen daran beteiligt waren. Der Peter-Henlein-Preis kann auch von Teams eingereichte Entwicklungen berücksichtigen, soweit die offiziellen Teilnahmebedingungen erfüllt sind.

Bei gemeinsamen Entwicklungen müssen Rechte, Zustimmung zur Einreichung und Urheberschaft vor einer Bewerbung unter den Beteiligten geklärt sein. Diese Seite gibt keine Rechtsberatung.

Selbstcheck

Fünf Fragen für den ersten Blick

Wenn mehrere Antworten konkret werden, lohnt sich der nächste Schritt.

01

Haben wir etwas selbst entwickelt oder wesentlich verändert?

Getränk, Rezeptur, Bauteil, Maschine, Prozess, Software, Verfahren oder Geschäftsmodell.

02

Welches konkrete Problem sollte damit gelöst werden?

Zeit, Kosten, Qualität, Energie, Wasser, Arbeit, Rohstoff, Logistik oder eine neue Produktidee.

03

Was unterscheidet unsere Lösung vom bisherigen Vorgehen?

Nicht nach Marketingformulierungen suchen. Beschreiben, was tatsächlich verändert wurde.

04

Funktioniert bereits etwas davon?

Skizze, Rezeptur, Test, Prototyp, umgebaute Maschine, Pilotbetrieb oder ein erster praktischer Einsatz reichen für eine erste Prüfung.

05

Könnte daraus mehr entstehen?

Für den eigenen Betrieb, für andere Brauereien, für andere Branchen oder als eigenständiges Produkt.

Aus dem Betrieb

Fragen Sie in Produktion, Keller, Technik und Lager nach

Nicht jede Entwicklung steht im Investitionsplan. Manches beginnt damit, dass sich jemand seit Jahren über denselben Arbeitsschritt ärgert.

Ein Brauer verändert eine Vorrichtung. Eine Mitarbeiterin findet eine andere Lösung für Reinigung oder Handling. Die Haustechnik verändert einen Ablauf. Im Lager entsteht ein Hilfsmittel. Ein Azubi programmiert etwas.

Gerade solche Entwicklungen werden intern schnell selbstverständlich. Für Außenstehende können sie trotzdem neu sein. Deshalb nicht nur Geschäftsführung oder Entwicklungsleitung ansprechen – sondern Beschäftigte und Teams einbeziehen.

Entwicklungsgeschichte

In Bamberg wurde Braukultur immer wieder weiterentwickelt

Die heutige Bamberger Bierkultur ist selbst Ergebnis technischer und wirtschaftlicher Veränderungen. Kühlung veränderte Lagerung und Produktion. Maschinen veränderten das Brauhandwerk. Einige ältere Verfahren verschwanden, andere wurden bewusst erhalten.

Beim Rauchbier haben die Brauereien Spezial und Schlenkerla die traditionelle Trocknung des Malzes über offenem Feuer weitergeführt, obwohl sich im 19. Jahrhundert rauchfreie Trocknungsverfahren durchsetzten. Das zeigt: Weiterentwicklung bedeutet nicht zwangsläufig, etwas Bestehendes abzuschaffen.

Welche Entscheidungen werden heute in Bamberger Betrieben getroffen? Wo entstehen neue Getränke, Verfahren und technische Lösungen?

Die Entwicklung muss noch nicht abgeschlossen sein

Der Peter-Henlein-Preis setzt bewusst früh an. Auch Konzepte, Designs sowie digitale oder analoge Prototypen können interessant sein.

Für die erste Beschreibung reichen vier Punkte:

  • • Was war die Aufgabe?
  • • Was wurde entwickelt?
  • • Was ist daran neu?
  • • Was wäre der nächste sinnvolle Schritt?

Gerade kleinere Brauereien und Handwerksbetriebe sollen sich durch die Anforderungen eines klassischen Innovationswettbewerbs nicht abschrecken lassen.

Eine Entwicklung muss nicht verkauft werden

Eine Brauerei oder ein Zulieferer kann eine Lösung entwickeln, die ausschließlich im eigenen Betrieb eingesetzt werden soll. Vielleicht spart sie Energie. Vielleicht reduziert sie den Wasserverbrauch. Vielleicht macht sie einen Produktionsschritt schneller. Vielleicht schützt sie Know-how. Vielleicht reduziert sie körperliche Arbeit.

Auch eine solche interne Prozessverbesserung kann für eine Einreichung interessant sein.

Für größere Unternehmen lohnt sich ein Blick auf den Sonderpreis Industrie. Welche Betriebsgrößen und Zulassungskriterien gelten, ist den offiziellen Bedingungen zu entnehmen.

Zu den offiziellen Teilnahmebedingungen

Die Jury braucht die Idee – nicht jedes Betriebsgeheimnis

Einreichungen zum Peter-Henlein-Preis werden vertraulich behandelt und anonymisiert an die Jury weitergeleitet. Eine technische Entwicklung muss so beschrieben werden, dass Problem, Lösungsansatz, Neuheit und mögliche Anwendung verstanden werden können.

Dafür müssen nicht sämtliche Rezepturen, Konstruktionszeichnungen, Maschineneinstellungen, Produktionsparameter, Softwarecodes oder anderen Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht werden.

Bei Schutzrechten oder gemeinsam entwickelten Lösungen müssen die Beteiligten selbst rechtzeitig prüfen, welche Informationen offengelegt werden können. Eine umfassende Schutzgarantie kann diese Seite nicht formulieren.

Was kann nach der Einreichung passieren?

Der Peter-Henlein-Preis zeichnet frühe Entwicklungen aus Franken aus und verbindet die Auszeichnung mit einem Frühphasennetzwerk. Je nach Entwicklung können nach einer Auszeichnung Kontakte interessant werden zu:

  • • anderen Unternehmen
  • • möglichen Anwendern
  • • Hochschulen
  • • Entwicklungspartnern
  • • Erprobungsorten
  • • Finanzierungs- oder Fördermöglichkeiten
  • • der iENA in Nürnberg

Keine dieser Möglichkeiten ist garantiert. Eine automatische iENA-Teilnahme besteht nicht, sofern die jeweils aktuellen Wettbewerbsbedingungen dies nicht ausdrücklich zusichern.

Warum Creativity on Tap

Warum wir in Bamberg danach suchen

Creativity on Tap beschäftigt sich mit Brauereien nicht nur als Herstellern eines Getränks. Brauereien produzieren, beschäftigen Menschen, betreiben Gastronomie, schaffen Ausschankorte und müssen sich mit Energie, Wasser, Logistik, Fachkräften und verändertem Freizeitverhalten auseinandersetzen.

In Bamberg kommt hinzu, dass viele Kompetenzen der Brauwirtschaft räumlich eng zusammenliegen. Das macht die Region für Creativity on Tap zu einem naheliegenden Ort, gezielt nach Ideen zu suchen, die bereits vorhanden sind.

Der Peter-Henlein-Preis bietet für geeignete Entwicklungen die Möglichkeit, einen nächsten Schritt zu gehen.

Was wurde bei Ihnen entwickelt?

Vielleicht ist es das neue Bier, an dessen Rezeptur seit Monaten gearbeitet wird. Vielleicht steht die Entwicklung im Maschinenraum. Vielleicht benutzt das Team im Lager längst eine selbst gebaute Vorrichtung. Vielleicht hat ein Zulieferer für eine Bamberger Brauerei eine Sonderlösung konstruiert. Vielleicht wurde ein Verfahren verändert, das heute selbstverständlich wirkt.

Schauen Sie einmal nach. Und fragen Sie die Menschen, die jeden Tag damit arbeiten. Der Peter-Henlein-Preis 2026 sucht solche frühen Entwicklungen aus Franken. Einreichungsschluss ist der 2. Oktober 2026.

Creativity on Tap nimmt keine Bewerbungen entgegen. Die Einreichung erfolgt ausschließlich über die offizielle Website des Peter-Henlein-Preises.

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